
Jede Woche wirft Mobimag einen Blick auf die wichtigsten Zitate. Dieses Mal etwa mit BAV-Direktor Peter Füglistaler, der die SBB und den SEV für ihren Widerstand gegen die Liberalisierung des internationalen Personenverkehrs kritisiert, und Regierungsrat Isaac Reber, der Verzögerungen beim Bahnanschluss für den Euroairport verkündet.
von Stefan Ehrbar
20. März 2024
Die Zitate der Woche
Eines der Probleme mit dieser Motion ist, dass wir noch nicht wissen, wie sie umgesetzt werden soll. Der Begriff ‹verkehrsorientierte Strasse› ist nicht ganz klar. Es geht nicht nur um die klassischen Kantonsstrassen, sondern auch um Hauptachsen und potenziell auch um gewisse Quartierstrassen. Unseren Fachleuten zufolge ist das wirklich eine Grauzone. In Biel könnte diese obligatorische 50-km/h-Massnahme zum Beispiel die Alpenstrasse im Beaumont-Quartier betreffen. […] Und hier zeigt sich, dass diese Entscheidung offenbar ohne wirkliche Vorüberlegungen getroffen wurde. Es stellen sich mehrere Probleme, insbesondere im Bereich der Sicherheit. In Biel werden von uns zum Beispiel viele Radwege verlangt. Aufgrund der Art und Weise, wie die Stadt gebaut ist, haben wir nicht immer den Platz, um von der Strasse getrennte Fahrradspuren einzurichten. Und auf Streckenabschnitten mit Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h können solche Radwege für Radfahrer gefährlich werden. Entscheidend ist, dass man die Möglichkeit hat, die Geschwindigkeit zu reduzieren.
Die Bieler Gemeinderätin für öffentliche Bauten Lena Frank (Grüne) kritisiert den National- und Ständerat, die Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen verhindern wollen (ajour.ch)
Ein solcher Kapazitätsausbau führt unweigerlich zu einem weiteren Verkehrswachstum auf den Zufahrtsachsen, was die Probleme in der Region nicht löst, sondern verschärft.
Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) kritisiert die geplanten Umfahrungen von Baden und den Entscheid, auf Busse statt auf ein Tram zu setzen (aargauerzeitung.ch)
Bei der Bauphasenplanung hat sich gezeigt, dass die Zeitpläne aus den vorhergehenden Studienphasen nicht eingehalten werden können. […] Für jede Projektphase wurde jeweils ein eigener Finanzierungsschlüssel vereinbart. Und nun musste auch für die Realisierungskosten eine Einigung erzielt werden, obwohl der Betrag gegenüber früheren Kostenschätzungen höher ausfällt.
Der Baselbieter Regierungsrat und Baudirektor Isaac Reber (Grüne) ist Präsident der Fachstelle Trireno und sagt, warum der Bahnanschluss des Euroairport erst 2035 folgen dürfte (bazonline.ch)
Wenn wir so weitermachen wie in den vergangenen Jahren, kommt es nicht gut. Wir müssen mit den Gewinnen, die wir im Fernverkehr und mit unseren Immobilien erwirtschaften, enorme Kosten tragen. Selbst 267 Millionen Franken Überschuss wie in diesem Jahr sind zu wenig, um die Schulden zu reduzieren und Investitionen zu finanzieren, beispielsweise in neue Züge. Um wirtschaftlich nachhaltig zu sein, brauchen wir einen Gewinn von jährlich 500 Millionen Franken.
SBB-Chef Vincent Ducrot sagt, warum er weiterhin für eine Finanzspritze des Bundes kämpft, obwohl BAV-Direktor Peter Füglistaler diese in Frage stellte (blick.ch)
Ich spüre grossen Missmut bei unseren Taxifahrerinnen und -fahrern. Denn wegen Uber haben sie vor allem nachts einiges an Umsatzeinbussen. […] Die Fluktuationsrate bei Uber ist gross. Ehemalige Fahrer kamen auch schon zu unserem Unternehmen, um zu arbeiten. Bei den Preisen, die sie für Fahrten einkassieren, bleiben für die Fahrerinnen und Fahrer schlussendlich nicht viel mehr als zehn Franken pro Stunde übrig.
Sven Sattler, Geschäftsführer der Taxi Keiser AG in Zug zur Konkurrenz von Uber, die es in seinem Kanton seit 2019 gibt (zugerzeitung.ch)
Gegen konzessionierte Fernbusgesellschaften und gegen den Cartourismus gibt es offenbar politischen Widerstand. Anders kann ich mir die unendliche Geschichte» über den Neubau des Terminals nicht erklären. […] Die heutige Situation ist eine Geringschätzung der Busreisenden.
Der Berner Mitte-Grossrat Bernhard Riem ärgert sich über den Zustand des Berner Fernbus-Terminals im Neufeld (derbund.ch)
Die vorübergehende Schliessung des Gotthard-Basistunnels hat weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und Pendler, die auf eine reibungslose Verbindung durch dieses wichtige Infrastrukturprojekt angewiesen sind. […] Unsere Expansion in Richtung Süden wurde unter anderem durch das Vorhandensein von zwei italienischsprachigen Mitarbeitern erleichtert. Jedoch stellt die derzeitige Situation mit der Schliessung des Basistunnels eine Herausforderung für eine solche Ausrichtung dar.
Michael Gisler, Geschäftsführer und Inhaber der Urner Grafik-Agentur Ubiq, zu den Auswirkungen der Sperre des Gotthard-Basistunnels (luzernerzeitung.ch)
Wer eine Vorlage populistisch bekämpft, muss sich nicht wundern, wenn er durch die Populisten vereinnahmt wird. Christoph Mörgeli zitiert die Chefs der SBB und des SEV als Kronzeugen gegen das vom Bundesrat verabschiedete Verhandlungsmandat mit der EU.
Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamt für Verkehr (BAV) ärgert sich über den Widerstand gegen die Liberalisierung des internationalen Personenverkehrs im Rahmen der EU-Verhandlungen (linkedin.com)
Es ist auch eine grosse Chance dafür, dass Schwamendingen anders wahrgenommen wird, als das bisher der Fall war.
Thomas Lohmann, Präsident der Baugenossenschaft Glattal Zürich, zu den Auswirkungen der Einhausung der Autobahn auf die Entwicklung des Zürcher Stadtteils Schwamendingen (nzz.ch)
Es gab sowohl Einzel- als auch Sammelbeschwerden. […] Die Text-To-Speech-Boxen können auf Knopfdruck angezeigte Informationen vorlesen. Es ist mindestens eine Box pro Bahnhof oder Haltestelle geplant, jeweils bei den Perronzugängen. Diese werden leiser sein als die heutigen Durchsagen, da sich Personen, die die Nachricht abhören, unmittelbar vor der Box befinden.
Die Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn hat nach Reklamationen von Anwohnern viele Durchsagen wieder abgeschafft, wie Sprecher Marco Graf sagt (tagesanzeiger.ch)
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