
Kommt auf eigenen Spuren schneller voran: Ein Bus in Zürich. Bild: Mobimag
Die Stadt Zürich baut regelmässig eigene Spuren für Trams und Busse ab – und zwar mehr, als neue dazu kommen. Meist wird der Platz für neue Velowege genutzt. Das macht den öffentlichen Verkehr weniger attraktiv. Neue Zahlen zeigen: Die Entwicklung ging zuletzt weiter – doch es gibt auch gute Nachrichten für die VBZ.
Stefan Ehrbar,
4. August 2025
«Trotz Lob auf Eigentrassees baut sie die Stadt Zürich ab – und nimmt dafür mehr Verspätungen und höhere Kosten im ÖV in Kauf»: So titelte Mobimag im Mai 2023. Auslöser für den Artikel war die Tatsache, dass die Stadt Zürich im Kernnetz insbesondere für neue Velowege zwischen 2019 und 2022 mehr eigene Spuren für Busse und Trams aufgehoben hatte, als sie neue schuf. Damit Velos möglichst ungestört fahren können, müssen Trams und Busse immer öfter auf derselben Fläche verkehren wie der motorisierte Individualverkehr (MIV). Das sorgt für längere Fahrzeiten, mehr Verspätungen wegen Stau und einen instabileren Betrieb, wie selbst die Stadt Zürich einräumen musste. Mit dieser Strategie leistete die Stadt auch Stimmen Vorschub, die davor warnen, dass die Veloförderung zusehends auf Kosten des öffentlichen Verkehrs geht.
Zwei Jahre später wollte Mobimag deshalb wissen: Setzt die Stadt Zürich diese Strategie fort? Wie viele Eigentrassees sind in den vergangenen zwei Jahren zusätzlich verschwunden? Welchen Einfluss hat das auf das Angebot der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)? Und welche Strategie verfolgt die Stadt? Diese hat für Mobimag die Daten im Detail ausgewertet. Die Daten zeigen: Zwar verschwinden weiterhin mehr Eigentrassees, als neue hinzukommen. Doch trotzdem gibt es für den öffentlichen Verkehr auch gute Nachrichten.
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