Die Zitate der Woche: «Es stört mich nicht, wenn Autofahrer mehr fürs Benzin zahlen müssen. Es war schon immer zu billig.»

Der Benzinpreis steigt und steigt. Bild: Luca / Unsplash

Jede Woche wirft Mobimag einen Blick auf die wichtigsten Zitate. Dieses Mal mit der grünen Fraktionschefin im Nationalrat, der die steigenden Benzinpreise egal sind, dem BLT-Chef, der mehr Skepsis gegenüber dem ÖV beobachtet und einem enttäuschten ZVV-Chef .

von Stefan Ehrbar
15. Juni 2022

Die Zitate der Woche

Wir halten den Vorschlag für geeignet, den gordischen Knoten in der Innenstadt zu zerschlagen. […] Gleichzeitig würde der öffentliche Raum rund um den Bahnhof aufgewertet, die Aufenthaltsqualität erhöht, es wären bessere Lösungen für den Fuss- und Veloverkehr möglich, und der Raum Bubenberg-/Bahnhofplatz könnte endlich als würdiger Zugang zum Unesco-Weltkulturerbe Altstadt funktionieren.

Architekt Christopher Berger zu seinem Vorschlag einer zweiten Tramachse in Bern durch die Bundesgasse (bernerzeitung.ch)

Der volkswirtschaftliche Schaden für das Wallis wäre katastrophal, wenn der Tunnel für acht Monate komplett gesperrt würde. Alle Pendler müssten dann auf die alten Strecken ausweichen, was unhaltbar wäre. […] Wenn der Bundesrat ein klares Zeichen gibt, dass der Vollausbau die bessere Variante ist, gehe ich davon aus, dass der Vollausbau auch im Parlament sehr gute Chancen hat.

Der Walliser Nationalrat Philipp Matthias Bregy zum vorgesehenen Vollausbau des Lötschberg-Basistunnel (rro.ch)

Wir müssen die zunehmende Skepsis gegenüber dem Tram ernst nehmen. Die Einwände können wir nicht vom Tisch wischen, auch wenn wir ausdrücklich anderer Meinung sind. Wir haben im Glauben gelebt, dass politische Entscheide – im Landrat oder im Grossen Rat – die Bevölkerung repräsentieren. Da wurden wir eines Besseren belehrt.

Der abtretende BLT-Chef Andreas Büttiker zu abgelehnten Tramprojekten in Basel (bazonline.ch)

Es stört mich nicht, wenn Autofahrer mehr fürs Benzin zahlen müssen. Denn Autofahren war gerechnet an den negativen Auswirkungen für Umwelt und Klima schon immer zu billig; daran hat sich nie jemand gestört. Und nun, da die Preise raufgehen, rufen ausgerechnet jene Kreise, die sich wirtschaftsliberal nennen, sofort nach dem Staat. All diese Vorstösse aus dem bürgerlichen Lager geben mir zu denken. Ich hoffe, dass das Parlament diese Woche noch zur Vernunft kommt.

Die Grünen-Fraktionschefin Aline Trede zum zuletzt gestiegenen Benzinpreis (tagesanzeiger.ch)

Die drei autofreien Sonntage haben für den grössten Teil der Bevölkerung veranschaulicht, wie unentbehrlich das Auto geworden ist.

Der damalige TCS-Präsident Augusto Bolla im Jahr 1973 zu autofreien Sonntag (magazin.nzz.ch)

Mehr Agglomeration als im Glattal gibt es an kaum einem Ort. […] Wenn man im Rahmen eines Agglomerationsprogramms nicht hier investieren will, um das Verkehrssystem zu verbessern, wo dann sonst?

ZVV-Direktor Dominik Brühwiler zum negativen Bescheid des Bundes zur Verlängerung der Glattalbahn (tagesanzeiger.ch)

Wie das Nachtnetz in Basel zukünftig aussehen wird, ist aktuell in Abklärung. Mobilisk könnte ein regulärer Bestandteil davon werden, komplett ersetzen wird es das Nachtnetz jedenfalls sehr wahrscheinlich nicht. […] Allzu weite Distanzen sind für das Ridepooling nicht geeignet, da man so nur schwer unterschiedliche Fahrgäste zu einer Fahrgemeinschaft bündeln kann.

André Erismann, Projektleiter des Basler Ridepooling-Angebots Mobilisk zu einer ersten Bilanz (bzbasel.ch)

Zusätzliche Busanschaffungen sind nicht nötig. Jeder Dieselbus wird mit einem Elektrobus ersetzt. […] Eine Batterie, wie sie der Elektrobus hat, kostet über 100’000 Franken. […] Es kommt also darauf an, ob die Batterie gar nie, einmal oder sogar mehrmals in der durchschnittlichen Lebenszeit von 14 Jahren ausgewechselt werden muss.

Marco Hardegger, Leiter Betrieb VBG, zu den Erfahrungen mit der neuen Elektrobus-Linie (zuonline.ch)

Im öffentlichen Verkehr funktioniert ganz viel nach dem System von ‘Trial and Error’.

Thomas Schmid vom Amt für Energie und Verkehr des Kanton Graubünden zur neuen ÖV-Strategie (suedostschweiz.ch)

Im öffentlichen und im touristischen Verkehr, im Detailhandel, im Gesundheitswesen, aber auch bei Ihnen in der Medienbranche arbeitet man nicht nur von Montagmorgen bis Freitagabend. Viele junge Leute möchten eine attraktive Freizeitgestaltung – die Arbeitszeiten im Gastgewerbe erlauben das.

Casimir Platzer, Präsident von Gastrosuisse, zum Image der Berufe im Tourismus und ÖV (nzz.ch)

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