Lichtsignale ohne feste Phasen: Nach Erfolg in Luzern setzen andere Städte und Kantone auf das Modell (Abo)

Ampeln werden immer häufiger intelligent gesteuert. Bild: Luca Dugaro / Unsplash

Lichtsignale sind mehr als nur rote und grüne Lichter, sondern Rechner mit komplexen Steuerverfahren. Im Zentrum steht immer die Frage: Auf welche Art und Weise müssen Auto- und Velofahrer und der öffentliche Verkehr am wenigsten lang warten? Luzern und Zürich setzen auf eine neue Steuerung, Basel auf Künstliche Intelligenz.

von Stefan Ehrbar
30. November 2021


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Lichtsignale sollen nicht einfach nach einer festgelegten Anzahl von Sekunden von grün auf rot wechseln. Stattdessen sollen sie es ermöglichen, dass sich Fahrzeuge des öffentlichen Verkehr anmelden und so rasch wie möglich durchfahren können, dass Fussgänger und Velofahrer möglichst rasch queren können – und dass auch noch die Wartezeit für Autofahrer minimiert wird.


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Nun tüfteln mehrere Kantone und Städte an neuen Lösungen – etwa die Stadt Luzern. Sie hat letztes Jahr eine neuartige Methode zur Steuerung von Lichtsignalanlagen getestet. Die sogenannte «Selbst-Steuerung» erfasst wie andere Verfahren auch den Verkehr mit Detektoren. Die Grünzeiten werden so vergeben, dass der Verkehr mit möglichst wenig Wartezeiten und Stopps fliessen kann. Vordefinierte Umlaufzeiten gibt es nicht mehr. Stattdessen berechnet die Anlage sekündlich neu, welcher Verkehrsstrom wann und wie lange Grün erhalten soll. Gleichzeitig sorgen hinterlegte Regeln dafür, dass maximale Wartezeiten nicht überschritten werden oder dass Grünzeiten für nahende Busse verlängert werden.

Das Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme (IVT) der ETH Zürich hat den Versuch wissenschaftlich begleitet. Dabei zeigte sich:


 

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– wie stark Wartezeiten dank neuen Steuerungen reduziert werden können,
– warum die Stadt Bern skeptisch ist,
– und was sich Basel-Stadt von Künstlicher Intelligenz erhofft.

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