Elektroautos als grosser Fehler? // Grosserfolg für italienische Bahn mit Frankreich-Zügen // Warum es Strassen-Abbau braucht (Abo)

Trenitalia fährt seit 2021 nach Paris und Lyon. Bild: Trenitalia

Elektroautos sollen die Autoindustrie retten, nicht den Planeten, sagt ein preisgekrönter Autor. Ausserdem im wöchentlichen Blick aufs Ausland mit den Links zu spannenden Geschichten: Die italienische Bahn feiert mit neuen Zügen nach Frankreich Erfolge – und wegen Hitze und Starkregen müssen Strassen verschwinden.

von Stefan Ehrbar
16. Dezember 2022


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Sind Elektroautos ein grosser Fehler?

Elektrofahrzeuge sind das «verbraucherfreundliche Gesicht» der Energiewende. Sie werden schlanker, eleganter und schneller und haben im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor ein immer besseres Image. «Für Menschen mit Geld und einem guten Gewissen sind Elektroautos doppelt befriedigend: Sie ermöglichen es, sich den Freuden des Konsums hinzugeben und den Planeten zu retten», schreibt das kanadische öffentlich-rechtliche Medium CBC.


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Doch das sei nur ein Teil der Wahrheit. Viele Experten befürchteten, dass die Elektrifizierung nicht gut durchdacht sei. Dazu gehöre John Lorinc, der im vergangenen Jahr den «Balsillie Prize for Public Policy» erhalten hat. Es sei wichtig, vom Verbrenner wegzukommen, sagt er in einem Interview. Aber der Wechsel sei mit vielen Vorbehalten verbunden – etwa, weil ein Grossteil der Elektrizität weltweit immer noch mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird.

Zudem seien grössere Fahrzeuge wie Lastwagen und SUVs in der Herstellung nicht umweltfreundlich. Ihre grossen Batterien machten sie schwerer und belasteten die Strassen. «Elektroautos sind grosse technische Objekte, die viel Metall und Komponenten benötigen, die überall hin transportiert werden. Für die Herstellung müssen viele Mineralien abgebaut und verarbeitet werden. Es ist beim besten Willen kein ökologisches Allheilmittel.»

Es sei zwar wichtig, die Autos mit fossilen Brennstoffen von der Strasse zu bekommen. Das sei aber «bei weitem nicht der erste Schritt zur Rettung des Planeten».


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Elektroautos seien da, um die Autoindustrie zu retten, nicht die Welt. «Sie verwenden Batterien anstelle von Benzin, aber sie sind immer noch eine schrecklich ineffiziente Art, Menschen zu transportieren, besonders in überfüllten Städten.» Auch die Klima- und Energiespezialistin Kate Daley sagt: «Ein Fahrzeug zu benutzen, um eine Person und einen Liter Joghurt zu transportieren, ist energieineffizient.»

Stattdessen müssten Städte auf den öffentlichen Verkehr und Smart Cities setzen. Erste Anzeichen dafür gebe es auch in den USA. In San Jose in Kalifornien wurde Anfang Monat die traditionelle Vorschrift abgeschafft, wonach Städte eine bestimmte Anzahl von Parkplätzen haben müssen. Paris kündigte zeitgleich an, Autofahrer für den Umstieg auf Elektro-Bikes finanziell zu belohnen.

Grosserfolg für neue Züge Italien-Frankreich

Seit einem Jahr fährt die italienische Bahn Trenitalia mit Frecciarossa-Zügen zwischen Paris und Lyon, Turin und Mailand. Nun hat Trenitalia France die Marke einer Million beförderter Personen überschritten, wie die Zeitung «Le Figaro» berichtet.


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Vom Erfolg der Alternative zu den Zügen der französischen Bahn profitierten auch die Fahrgäste, heisst es im Artikel.

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