
Nachtzüge sind ineffizient – und haben trotzdem eine treue Kundschaft. Bild: Simon Tartarotti/Unsplash
Die SBB zog im Frühling den Nachtzügen nach Rom und Barcelona den Stecker. Die ÖBB kürzte die Bestellung für neue Nightjets, und das Hotellerie-Personal von externen Firmen wie Newrest erhält nur Tieflöhne: Das Geschäft mit den Nachtzügen kommt nicht vom Fleck. Warum die grosse Nachtzug-Euphorie vorbei ist.
Stefan Ehrbar,
11. August 2025
SBB-Chef Vincent Ducrot setzt auf Tempo statt Tiefschlaf. Er will für seine Bahn Hochgeschwindigkeitszüge kaufen. Schon 2026 soll die Ausschreibung stattfinden. Die schnellen Züge könnten es künftig tagsüber in ein paar Stunden bis nach Rom, Barcelona und London schaffen. Den 2020 angekündigten Nachtzügen nach Italien und Spanien hingegen zog Ducrot im Frühling den Stecker.
Der damals versprochene Ausbau von sechs auf zehn Nachtzug-Verbindungen aus der Schweiz findet nicht statt. Bern und die Westschweiz bleiben ohne Anbindung ans Nachtzug-Netz. Zur Ende 2021 lancierten Verbindung von Zürich nach Amsterdam wird lediglich ein saisonaler Nachtzug von Basel via Kopenhagen nach Malmö hinzu kommen, der nächstes Jahr starten und dreimal pro Woche verkehren soll.
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