
Die Migros eröffnet neue Läden des Formats Mio in den Bahnhöfen. Bild: Migros/Chris Iseli
Die Zahl von Convenience-Läden in Bahnhöfen steigt stark an. Nun kooperiert die SBB mit dem Migros-Format Mio. Der Discounter Aldi hingegen macht eine Kehrtwende: Einem gross angekündigten neuen Format extra für Bahnhöfe, das in Basel hätte getestet werden sollen, wird wieder der Stecker gezogen. Die Hintergründe.
Stefan Ehrbar,
19. Januar 2026
Die grosse Esskultur ist es nicht, die viele Pendlerinnen und Pendler zelebrieren: Ein Sandwich und ein Getränk aus dem Bahnhofs-Laden, hastig im Zug verzehrt, muss oft reichen. Dieser Trend zur raschen Take-Away-Verpflegung zeigt sich auch im Angebot der Bahnhöfe. In jenen der SBB gab es 2024 knapp 240 Convenience-Läden – fast 100 mehr als 2018. Die Zahl der kleineren Kioske ist hingegen zurückgegangen.
In der Vergangenheit dominierte Valora mit seinen Avec-Läden das Geschäft und gewann im Jahr 2019 eine grosse Ausschreibung der SBB für den Betrieb von 116 Kiosk- und 146 Convenience-Flächen bis 2030. Doch die Konkurrenz nimmt zu. Nun hat sich die SBB gar mit der Valora-Konkurrentin Migros für einen Test zusammengeschlossen.
In den Bahnhöfen Zürich HB, Bern, Birmensdorf ZH und Islikon TG werden Läden des Formats Mio eröffnet. Dabei handelt es sich um eine kleine Version der Migrolino-Läden. Die Filiale in Zürich nahm den Betrieb am 4. Dezember auf, die weiteren dürften bald folgen. Seit vergangenem Jahr gibt es zudem einen Mio-Laden am Bahnhof Baden AG. Dort ist aber nicht die SBB die Vermieterin, sondern die Stadt.
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