
European Sleeper will einen Nachtzug durch die Schweiz lancieren. Bild: European Sleeper
Der Nachtzug-Caterer Newrest entlässt sein gesamtes Schweizer Personal. Ob eine für den Sommer angekündigte Verbindung des Startups European Sleeper, die auch die Schweiz bedienen soll, tatsächlich starten kann, ist offen. Das steckt hinter den Problemen der Branche. Die Mobimag-Analyse.
Stefan Ehrbar,
23. Februar 2026
Hinter den Nachtzügen aus der Schweiz stecken die Österreichische Bahn (ÖBB) und die SBB – zumindest offiziell. Wenn es darum geht, Routen anzukündigen oder neue Züge vorzustellen, betonen die beiden Bahnunternehmen gerne ihre Zusammenarbeit. Doch hinter den Kulissen ist das Geschäft mit den Nachtzügen ein schmutziges, und das liegt nicht alleine an der Bettwäsche.
Die Catering-Aufgaben in den Zügen, die von Zürich nach Wien, Amsterdam oder Hamburg fahren, haben die ÖBB an die französische Firma Newrest ausgelagert. Vor einem Jahr eröffnete diese einen Standort in Zürich, der bald mit miesen Arbeitsbedingungen von sich reden machte. Der «Tages-Anzeiger» berichtete von 12-Stunden-Schichten und Nettolöhnen von etwas mehr als 3000 Franken pro Monat.
Die Gewerkschaft des Eisenbahnpersonals (SEV) forderte Verbesserungen ein. Doch Newrest entschied sich stattdessen, kurzen Prozess zu machen: Wie der SEV vor zwei Wochen mitteilte, entlässt Newrest sein gesamtes Schweizer Personal. Betroffen sind bis zu 30 Mitarbeitende.
Dieser Artikel wurde exklusiv für unsere Abonnent*innen recherchiert.
Sie haben bereits einen Account? Hier geht es zum Login.
Sie wollen dazugehören? Das sind Ihre Optionen:
Schreiben Sie einen Kommentar