Längere Fahrzeiten, dafür mehr Züge: Auf diesen Strecken bringt der Ausbauschritt 2035 Verbesserungen – hier wird es schlechter (Abo)

Der Ausbau bringt dichtere Takte. Bild: Yann Lerjen/Unsplash

Neue Unterlagen des Bundesamt für Verkehr (BAV) zum laufenden Ausbau der Bahn zeigen: Von den versprochenen kürzeren Fahrzeiten bleibt wenig übrig – wegen dem Wako-Flop und dem Wegfall der Neigezüge. Dafür gibt es neue Fernverkehrs-Halte und dichtere Takte. Die Übersicht über die Neuerungen.

von Stefan Ehrbar
4. Juni 2024


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Fast 13 Milliarden Franken bewilligte das Parlament vor fünf Jahren für den aktuellen Ausbau der Bahn, der bis etwa 2035 fertiggestellt sein sollte. Später beschloss es weitere Projekte. Mittlerweile rechnet der Bund laut CH Media mit Endkosten von 18 Milliarden Franken und einer Umsetzung bis etwa 2040. Doch nur weil es teurer wird, wird es nicht besser. Das zeigen neue Unterlagen des BAV.

Kürzere Fahrzeiten können auf vielen Strecken nicht realisiert werden, weil die SBB wegen technischer Problemen auf die Wako-Technologie in den Doppelstockzügen für den Fernverkehr verzichten, die schnelleres Fahren in Kurven erlaubt hätte. Hinzu kommt, dass die ursprüngliche Planung zu ambitioniert war, wie neue Berechnungen zeigen. Die Fahrzeiten, die ursprünglich für das neue Konzept hinterlegt waren, lassen sich in der Realität nicht mit einem zuverlässigen Betrieb vereinbaren. Derzeit arbeitet das BAV deshalb mit den Kantonen an einer Konsolidierung des Ausbauschritts.


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Ende Mai veröffentlichte das Amt erste Resultate. Sie erlauben einen Blick auf neue Angebote, die Reisende etwa ab Mitte der 2030er-Jahre bis 2040 erwarten. Es ist nicht so viel, wie vor wenigen Jahren versprochen wurde.

Fahrzeiten

  • Lausanne-Bern: Heute beträgt die Fahrzeit 67 Minuten. Dank Wako-Technologie wurde mit neu 61 Minuten gerechnet. Nun geht der Bund davon aus, dass die Reise künftig gar 68 Minuten dauert – und damit eine Minute länger als heute.
  • Zwischen Lausanne und Visp steigt die Fahrzeit von 92 auf 96 Minuten.
  • Zwischen Genf und Biel müssen Reisende mit einer Fahrzeit von 95 statt wie bisher 88 Minuten rechnen.
  • Länger werden die Fahrzeiten auch auf Strecken wie Winterthur–St. Gallen (37 statt 33 Minuten), Bern–Interlaken Ost (55 statt 52 Minuten) oder Lausanne–Biel (64 statt 60 Minuten).
  • Trotz neuem Zimmerberg-Basistunnel II werden die Fahrzeiten zwischen Zürich und Luzern nicht kürzer: Dort werden Reisende künftig 42 statt 41 Minuten unterwegs sein.
  • Gegenüber heute kürzer werden dank dem Brüttenertunnel Reisen mit Intercity-Zügen zwischen Zürich und Winterthur (16 statt 24 Minuten bei Fahrt ohne Halt am Flughafen) und mit den Interregios von Zürich nach St.Gallen (69 statt 73 Minuten).
  • Die Interregio-Züge von Basel via Brugg nach Zürich sind künftig 70 statt 73 Minuten unterwegs.
  • Deutlich schneller wird dank der «ligne directe» die Fahrt zwischen Neuchâtel und La Chaux-de-Fonds: Sie dauert nach ihrer Eröffnung 14 statt 28 Minuten.


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