Röstis Beamte stellen Grimseltunnel mieses Zeugnis aus – trotzdem will Rösti ihn durchboxen

Die Ausbaupläne von Albert Rösti geraten in die Kritik. Bild: SBB

Die Ausbaupläne des Verkehrsministers für die Eisenbahn stossen auf Kritik, etwa aus Zürich und der Westschweiz: Er erfolge planlos und an den falschen Orten. Das Verkehrs-Departement versucht, die Vorwürfe zu entkräften.

Stefan Ehrbar,
29. Juni 2026

Der Grimsel-Bahntunnel soll das Berner Haslital mit dem Walliser Obergoms verbinden. Er kostet nach aktuellen Prognosen 800 Millionen Franken. Konkrete Pläne, welche Züge nach der Fertigstellung die dünn besiedelten Regionen verbinden sollen, gibt es nicht. Kein Wunder: Der Tunnel beschleunigt keine Reisen auf wichtigen Strecken, und die lokale Nachfrage ist bescheiden. Für Bundesrat Albert Rösti (SVP) ist das Projekt trotzdem eines der wichtigsten überhaupt.
Als eines von nur sieben «strategischen Netzelementen mit nationaler Wirkung» schlägt er es im Rahmen seiner Ausbauvorlage «Verkehr 2045» zur Aufnahme in die nächste Botschaft vor, wie er vor einer Woche mitteilte. Dabei haben Berechnungen seiner eigenen Fachleute des Bundesamts für Verkehr (BAV) gezeigt, dass der volkswirtschaftliche Nutzen nicht existent ist.

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