Die städtischen Busfahrer sind zu teuer für die Goldküste: Welche Folgen das Sparen im öffentlichen Verkehr hat

Fährt bald in neuem Kleid: ein Linienbus der AZZK. Bild: AZZK

Die Kantone fordern vom öffentlichen Betrieb zusehends mehr Effizienz ein, wie aktuelle Beispiele zeigen. An der Goldküste geht ein Auftrag deshalb an eine Firma aus dem Aargau, anderswo unterlag Postauto mehrfach. Die Folgen dieser Strategie könnten verheerend sein, warnen Personalvertreter.

Stefan Ehrbar,
30. März 2026

An der Zürcher Goldküste geht eine Ära zu Ende. Am 12. Dezember fahren nach über 90 Jahren zum letzten Mal Busse der Firma AZZK auf sechs Linien im Gebiet zwischen Küsnacht und der Stadt Zürich. Der Familienbetrieb löst sich mangels Nachfolge auf. Für Kontroversen sorgt, wer künftig hinter dem Steuer sitzt: Es ist Personal der Firma Eurobus Welti-Furrer, eine Tochter der Aargauer Knecht-Gruppe. Sie erhält dafür für sechs Jahre 84,2 Millionen Franken.

Eurobus hat sich in einer Ausschreibung gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Entscheidend war vor allem ein Kriterium: der Preis. Eigentlich wollten die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), in deren Auftrag die AZZK bisher fuhren, die Linien gar nicht ausschreiben, sondern selbst betreiben. Das hatMobimag erfahren. Die Konzession, also die Bewilligung für den Linienbetrieb durch den Bund, liegt schon lange bei den VBZ.

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