Der Bund fordert mehr Wirtschaftlichkeit im Regionalverkehr ein – diese Linien erfüllen die Vorgaben derzeit nicht

Der R20 zwischen Lausanne und Bercher hat einen tiefen Kostendeckungsgrad. Bild: flybyeigenheer/Wikimedia/CC2.0

Im öffentlichen Regionalverkehr brauchen fast alle Linien Subventionen. Für einige müssen die Kantone bald mehr Geld bezahlen – oder das Angebot reduzieren. Denn der Bund will künftig einen höheren Kostendeckungsgrad einfordern. Die Liste.

Stefan Ehrbar,
11. Mai 2026

Die rentablen Linien kann Postauto-Chef Stefan Regli an einer Hand abzählen. An einer Podiumsdiskussion streckte er vergangenen Dienstag zur Illustration seine Hand in die Höhe. «Fünf!», rief er zum Publikum in einer Halle in Dübendorf ZH, «gerade einmal fünf von 950 Postauto-Linien spielen ihre Kosten mit den Billetterträgen wieder ein!». Regli sprach aus, was in der Branche alle wissen: Ohne Subventionen funktioniert im öffentlichen Verkehr fast nichts.

Das Staatsgeld für Bahn und Bus ist politisch breit abgestützt. Doch die Verfassung sieht auch vor, dass sich die Nutzerinnen und Nutzer angemessen an den Kosten beteiligen müssen. Der Bund knüpft seine Mitfinanzierung deshalb an Kriterien zur Wirtschaftlichkeit.

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