In der Freizeit und für die Schule sind Schweizer wieder mehr unterwegs – der ÖV profitiert kaum von der Erholung (+)

Die Mobilität nimmt wieder zu – vor allem in der Freizeit. Bild: Mobimag

Jeden Donnerstag analysiert Mobimag die Entwicklung auf den Strassen, im öffentlichen Verkehr und in der Luft im ausführlichsten und aktuellsten Mobilitäts-Monitoring der Schweiz – neu auch mit Daten zu einzelnen Städten und Kantonen.

Inhaltsverzeichnis:


Übersicht

Die aktuelle Lage präsentiert sich wie folgt:

  • Die Mobilität stieg in der Kalenderwoche 11 (aktuell: 12) gegenüber der Vorwoche leicht an – trotz steigenden Corona-Fallzahlen, abgesagten Öffnungsschritten und der nach wie vor gültigen Homeoffice-Pflicht.
  • Die Zahl der im Auto zurückgelegten Kilometer nahm im Vergleich zur Vorwoche am stärksten zu. Laut Daten von Intervista wurden in der Woche 11 mit dem Auto 2,18 Prozent mehr Kilometer zurückgelegt als in der Vorwoche. Auf den Pendlerverkehr ist das nicht zurückzuführen. Die zurückgelegten Distanzen für Fahrten zum Arbeitsort blieben stabil (-0,09%). Auf den typischen Pendlerstrecken auf den Autobahnen im Mittelland zeigen sich ebenfalls fast überall Rückgänge bei der Anzahl der Fahrzeuge gegenüber der Vorwoche (A1 Würenlos: -0,96 Prozentpunkte; A2 Basel Schwarzwaldbrücke: -5,04 Prozentpunkte; A3 Aeschertunnel: -1,79 Prozentpunkte, A6 Bern Ostring: +0,67 Prozentpunkte).
  • Am stärksten stieg die Zahl der zurückgelegten Kilometer für Ausbildungszwecke: Hier wurde laut Intervista ein Plus von 4,62 Prozent bei den zurückgelegten Kilometern gegenüber der Vorwoche registriert, was auf die Rückkehr zum Präsenzunterricht in einigen Kantonen zurückzuführen sein dürfte. Ebenfalls stark stieg die Zahl der für Freizeitzwecke zurückgelegten Kilometer, nämlich um 4,42 Prozent.
  • Im öffentlichen Verkehr wurden zwar etwas mehr Kilometer zurückgelegt (+1,04 Prozent). Angesichts der Rückkehr zum Präsenzunterricht in der ÖV-affinen Gruppe der Schüler in einigen Kantonen ist dieses Plus aber bescheiden. Bei der SBB stieg die Auslastung im Fernverkehr in der Woche 11 (+4,57 Prozentpunkte gegenüber Vorwoche), im Regionalverkehr ging sie wieder zurück (-6,07 Prozentpunkte). Bei der Haltestelle Hardbrücke der Verkehrsbetriebe Zürich, wo Schüler keinen wesentlichen Anteil ausmachen, nahm die Zahl der Fahrgäste im Vergleich der letzten sieben Tage mit Stand Dienstag nicht mehr zu (-0,00%). Laut Aussagen von Postauto-Chef Christian Plüss rechnet die Branche bis Ende Jahr mit einer Auslastung von 88 Prozent im Vergleich zu 2019. Die aktuelle Entwicklung zeigt aber: Ohne durchschlagenden Erfolg der Impfkampagne dürften die Pendler nicht so schnell in die Bahnen und Busse zurückkommen.
  • Zu Fuss wurden erneut weniger Kilometer zurückgelegt als in der Vorwoche.
  • Wieder ist die Mobilität in ländlichen Gebieten (z.B. Kanton St. Gallen, Kanton Luzern, Kanton Bern) deutlich höher als in urbanen Gebieten wie den Städten Bern, Zürich und Basel. In Basel ist die Mobilität im Vergleich erneut am tiefsten – der hohe Homeoffice-Anteil in der Pharmaindustrie könnte eine mögliche Erklärung dafür sein.
  • Der Flugverkehr hat auf sehr tiefem Niveau etwas zugelegt. Die Swiss führt derzeit knapp 11 Prozent der Flüge durch wie noch 2019 zur gleichen Zeit. Die Schere zwischen der Anzahl Flüge in Europa und jener der Swiss ist weiter aufgegangen. Die Swiss führt deutlich weniger Flüge durch als ihre europäische Konkurrenz – sie scheint von Einreisbestimmungen, Quarantäneregeln und ausbleibenden Touristen besonders hart getroffen zu werden.

Mobilität in der Schweiz

Allgemein

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Die Entwicklung des Auto, Fuss- und öffentlichen Verkehr

Stand: 24. März 2021

 

Stadt Zürich

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Durchschnitt der letzten 7 Tage
(Stand: 24. März 2021)
Aus methodischen Gründen ist der Vergleich mit der Vorwoche nicht möglich!

VerkehrsmittelWert (13.1.2020 = 100)Veränderung Vorwoche
Zu Fuss86.70+3.70 pp
Auto99.69+5.16 pp
ÖV71.43+2.09 pp
Quelle: Apple Maps
Veränderung der Nachfrage nach Routen mit entsprechenden Verkehrsmitteln.

Grafische Darstellung:

 

Stadt Bern


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