Wenn die Sanität plötzlich stehenbleibt: Wie ein Zürcher Versuch mit Elektro-Ambulanzen misslang

SRZ setzt auch künftig vor allem auf konventionell betriebene Ambulanzen. Bild: SRZ

Die Stadt Zürich will weniger Emissionen verursachen und testete deshalb Elektro-Ambulanzen für Schutz und Rettung. Sie stellten sich als ungeeignet heraus. Andere Städte kommen zu ähnlichen Schlüssen – und setzen fast ausschliesslich auf konventionelle Antriebe. Die Hintergründe.

Stefan Ehrbar,
4. Mai 2026

Elektroautos sind nicht mehr aufzuhalten und haben den Praxisbeweis erbracht. Auch elektrisch betriebene Lieferwagen, Lastwagen und Linienbusse gehören längst zum Schweizer Strassenbild. Anders sieht es bei Spezialfahrzeugen aus, etwa für die Feuerwehr oder Sanität. Hier steckt die Entwicklung in den Kinderschuhen. Das hat die Stadt Zürich auf die harte Tour gelernt.

Ihre Rettungsorganisation Schutz und Rettung (SRZ) betreibt eine Flotte von 27 Rettungswagen, die altershalber bis 2030 ersetzt werden sollen. Weil sich die Stadt das Netto-Null-Ziel gegeben hat, wagte sie seit 2023 einen Versuch mit zwei elektrisch betriebenen Ambulanzen. Bei einer handelte es sich um einen zum Elektrofahrzeug umgebauten Mercedes, bei einer um ein als elektrisches Fahrzeug konzipiertes Modell von Iveco.

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