Beinahe-Crashs und neue Gefahr für das GPS-System aus Russland: Das steckt hinter der Zunahme von Vorfällen am Schweizer Himmel

Schweizer Airlines melden immer mehr Vorfälle. Bild: Flughafen Zürich

Der Luftraum über der Schweiz wird immer dichter genutzt. Das schlägt sich in einer steigenden Zahl von Vorfällen nieder. Diese steigen in fast allen Kategorien an. Sorge bereitet auch eine neue Art der Kriegsführung.

Stefan Ehrbar,
8. Juni 2026

Der Luftraum über der Schweiz gilt als einer der meistgenutzten Europas. Die Passagierzahlen der Fliegerei steigen Jahr für Jahr an, und auch die Zahl der Drohnen und Freizeitpiloten nimmt zu. Das zeigt sich in der Statistik des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) zu den Vorfällen in der Aviatik. Praktisch in allen Kategorien verzeichnete das Amt im Jahr 2025 mehr Meldungen als im Vorjahr.

In der kommerziellen Luftfahrt und in der Freizeitfliegerei wurden gemäss einer Mitteilung vom Montag mit 14’972 rund 7 Prozent mehr Vorfälle gemeldet. Das Bazl registrierte mehr Kratzer an Flugzeugen und am Boden falschrollende Piloten, mehr falsch beladene Flugzeuge, mehr Beinahe-Zusammenstösse in der Luft, mehr Luftfraumverletzungen, mehr Konflikte zwischen Flugzeugen, Helikoptern und Drohnen, mehr GPS-Störungen, aber auch mehr fluchende und gewalttätige Passagierinnen und Passagiere.

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