
Im ersten Halbjahr wurden erneut deutlich weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Bei der Elektrifizierung gibt es gute und schlechte Nachrichten: Die Quote stieg wieder leicht – doch im europäischen Vergleich verliert die Schweiz an Boden. Tesla leidet derweil unter seinem schlechten Image.
von Stefan Ehrbar,
14. Juli 2025
Autoverkäufer träumen von den Zahlen vor der Coronakrise. So viele Autos wie noch 2019 haben sie seither nicht mehr verkauft. Die Zahlen für die einzelnen Monate schwanken zwar, doch der Trend zu weniger Verkäufen ist klar – und setzt sich fort. Im ersten Halbjahr wurden 113’133 Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind 6,7 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode, wie aus Zahlen des Importeurverbands Auto-Schweiz hervorgeht.
Die Autobranche fordert nun weniger strenge CO2-Regeln. Die EU erlaube der Automobilwirtschaft mittlerweile eine mittelfristige Durchschnittsbildung ihrer Emissionswerte über drei Jahre hinweg. In der Schweiz stehe dieser Schritt noch aus. Das müsse «aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage der Automobilwirtschaft» nun nachgeholt werden.
Ein Problem hat die Schweizer Automobilbranche auch bei der Elektrifizierung. Die Tabelle der 15 meistverkauften Modelle im ersten Halbjahr zeigt: In der Schweiz sind schwere, vergleichsweise dreckige Fahrzeuge weiterhin sehr beliebt. Das Tesla Model Y, das lange Zeit das meistverkaufte Auto der Schweiz war, schafft es als erstes Elektroauto nur noch auf Rang 3. Das dürfte allerdings auch mit dem schlechten Image von Tesla-Gründer und Besitzer Elon Musk zu tun haben. Im ersten Halbjahr verzeichnete Tesla hierzulande einen Rückgang von 46,1 Prozent bei den Verkäufen.
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